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	Kommentare zu: Die ignorierte Generation &#8211; geboren 1966 bis 1980 (Kolumne)	</title>
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		<title>
		Von: Gabriele Feile		</title>
		<link>https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-14020</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gabriele Feile]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2025 08:28:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-14019&quot;&gt;Susan&lt;/a&gt;.

Danke für diesen erweiternden Blickwinkel, Susan. Der ostdeutsche Blick ist wichtig, um den Zeitgeist der Generation X vollständig zu überblicken. Wir waren Teenies (oder manche junge Twens), als die Mauer fiel. Das war ein Großereignis, das vieles verändert hat – für die Menschen im Osten natürlich viel mehr als für die im Westen. Es spricht viel für die Menschen, dass sie mit dieser zwar positiven, aber sehr extremen Veränderung zurechtkamen und sich in das „westdeutsche System“ eingliedern konnten. Deine Erfahrung zeigt auch, dass man Generationen nicht einfach per Jahrgang haarscharf trennen kann, sondern immer den Kontext mitberücksichtigen sollte. Die Gen X in Indien oder Afghanistan hat sicherlich andere Erfahrungen wie die in Frankreich oder Kanada. Musikalisch hingegen, sind wir alle oft verbunden. Danke noch einmal und viele Grüße - Gabriele]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-14019">Susan</a>.</p>
<p>Danke für diesen erweiternden Blickwinkel, Susan. Der ostdeutsche Blick ist wichtig, um den Zeitgeist der Generation X vollständig zu überblicken. Wir waren Teenies (oder manche junge Twens), als die Mauer fiel. Das war ein Großereignis, das vieles verändert hat – für die Menschen im Osten natürlich viel mehr als für die im Westen. Es spricht viel für die Menschen, dass sie mit dieser zwar positiven, aber sehr extremen Veränderung zurechtkamen und sich in das „westdeutsche System“ eingliedern konnten. Deine Erfahrung zeigt auch, dass man Generationen nicht einfach per Jahrgang haarscharf trennen kann, sondern immer den Kontext mitberücksichtigen sollte. Die Gen X in Indien oder Afghanistan hat sicherlich andere Erfahrungen wie die in Frankreich oder Kanada. Musikalisch hingegen, sind wir alle oft verbunden. Danke noch einmal und viele Grüße &#8211; Gabriele</p>
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		Von: Susan		</title>
		<link>https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-14019</link>

		<dc:creator><![CDATA[Susan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2025 08:22:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für diese Kolumne. Sie ist sehr schön zu lesen und zeigt vieles zur Generation X auf. Ich habe hier noch die Perspektive der in Ostdeutschland geborenen Generation X. Ich bin Jahrgang 1975 und habe auch die Erinnerungen mit der Familie am Samstag &quot;Wetten das?&quot; zu schauen und mit dem Golf zu fahren. Gleichzeitig habe ich aber auch die DDR erlebt und gesehen, was es mit Menschen macht, wenn ein System zusammenbricht. Es war so ein Gemisch aus Freudentaumel und der Sorge um die Zukunft. Plötzliche Arbeitslosigkeit und lernen wie man sich im neuen System zurechtfindet. Ich hatte Glück, denn ich konnte meinen mir von der DDR vorgegebenen Bildungsweg ändern, Abitur, Studium. Anfang der 90er war es auf der Seite Deutschlands nicht so leicht, wie vielleicht im Westen. Es gab kaum Ausbildungsplätze. Es war einfacher einen Studienplatz zu finden, da sich neue Universitäten gründeten oder alte sich auch für jedermann geöffnet hatten. Und die Generation X war vielleicht damals nicht so laut, weil wir erstmal sehen mussten, wie das System funktioniert. Unsere Eltern konnten uns da nicht viel abnehmen, da sie oft auf dem gleichen Status waren wie wir.
In dem Sinne, lasst also die Generation X mal etwas lauter werden. Denn auch wir sind da und sind super.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für diese Kolumne. Sie ist sehr schön zu lesen und zeigt vieles zur Generation X auf. Ich habe hier noch die Perspektive der in Ostdeutschland geborenen Generation X. Ich bin Jahrgang 1975 und habe auch die Erinnerungen mit der Familie am Samstag &#8222;Wetten das?&#8220; zu schauen und mit dem Golf zu fahren. Gleichzeitig habe ich aber auch die DDR erlebt und gesehen, was es mit Menschen macht, wenn ein System zusammenbricht. Es war so ein Gemisch aus Freudentaumel und der Sorge um die Zukunft. Plötzliche Arbeitslosigkeit und lernen wie man sich im neuen System zurechtfindet. Ich hatte Glück, denn ich konnte meinen mir von der DDR vorgegebenen Bildungsweg ändern, Abitur, Studium. Anfang der 90er war es auf der Seite Deutschlands nicht so leicht, wie vielleicht im Westen. Es gab kaum Ausbildungsplätze. Es war einfacher einen Studienplatz zu finden, da sich neue Universitäten gründeten oder alte sich auch für jedermann geöffnet hatten. Und die Generation X war vielleicht damals nicht so laut, weil wir erstmal sehen mussten, wie das System funktioniert. Unsere Eltern konnten uns da nicht viel abnehmen, da sie oft auf dem gleichen Status waren wie wir.<br />
In dem Sinne, lasst also die Generation X mal etwas lauter werden. Denn auch wir sind da und sind super.</p>
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		<title>
		Von: Gabriele Feile		</title>
		<link>https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-6176</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gabriele Feile]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 15:53:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-6174&quot;&gt;Mag. Angelika Wohofsky&lt;/a&gt;.

Liebe Frau Wohofsky, vielen Dank für die ausführlichen Ergänzungen.  Das können Sie bestimmt wunderbar in einen eigenen Artikel packen, der für viele interessant ist. In einer Kolumne ist leider nie so viel Platz, um umfassend über ein Thema zu schreiben. Dafür sind Kolumnen auch nicht da. So musste sich das von Ihnen erwähnte Buch „Generation X“ u. a. dem Rotstift beim Kürzen beugen. Diese Kolumne lebt deshalb auch von den Blickwinkeln der Lesenden, vielen Dank, dass Sie das nutzen und das Thema erweitern. Ich habe übrigens vor einiger Zeit das Thema „Generationen“ in einer Botschaft verarbeitet. Falls Sie das interessiert, schauen Sie hier: https://gabrielefeile.de/generationen/. Die Einteilung, die ich dort verwende, weicht allerdings ab von der von Ihnen zitierten. Der geburtenstärkste Jahrgang in Deutschland war 1964. Wie Sie schreiben, ist es sehr davon abhängig, wo und wie wir aufgewachsen sind und eindeutige Grenzen lassen sich global sicher nicht ziehen.
Und nochmals danke für den Impuls durch Ihren LinkedIn-Post.
Ihre Gabriele Feile]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-6174">Mag. Angelika Wohofsky</a>.</p>
<p>Liebe Frau Wohofsky, vielen Dank für die ausführlichen Ergänzungen.  Das können Sie bestimmt wunderbar in einen eigenen Artikel packen, der für viele interessant ist. In einer Kolumne ist leider nie so viel Platz, um umfassend über ein Thema zu schreiben. Dafür sind Kolumnen auch nicht da. So musste sich das von Ihnen erwähnte Buch „Generation X“ u. a. dem Rotstift beim Kürzen beugen. Diese Kolumne lebt deshalb auch von den Blickwinkeln der Lesenden, vielen Dank, dass Sie das nutzen und das Thema erweitern. Ich habe übrigens vor einiger Zeit das Thema „Generationen“ in einer Botschaft verarbeitet. Falls Sie das interessiert, schauen Sie hier: <a href="https://gabrielefeile.de/generationen/" rel="ugc">https://gabrielefeile.de/generationen/</a>. Die Einteilung, die ich dort verwende, weicht allerdings ab von der von Ihnen zitierten. Der geburtenstärkste Jahrgang in Deutschland war 1964. Wie Sie schreiben, ist es sehr davon abhängig, wo und wie wir aufgewachsen sind und eindeutige Grenzen lassen sich global sicher nicht ziehen.<br />
Und nochmals danke für den Impuls durch Ihren LinkedIn-Post.<br />
Ihre Gabriele Feile</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Mag. Angelika Wohofsky		</title>
		<link>https://gabrielefeile.de/die-ignorierte-generation-geboren-1966-bis-1980-kolumne/#comment-6174</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mag. Angelika Wohofsky]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 14:39:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für die Worte zur Gen-X. Da gibt es aber noch viel mehr. Diese Generation ist ein Roman eines kanadischen Autors gewidmet: Generation X, von Douglas Coupland. Der Spiegel wird am Buchcover zitiert mit: &quot;Der Kanadier Douglas Coupland hat einen Schlüsselroman über junge Sozialabsteiger geschrieben&quot;.

Die Generationentheorie hat zudem ihren Ursprung bei den US-amerikanischen Historikern und Anthropologen William Strauss und Neil Howe. Sie definierten den Begriff &quot;Millennials&quot; und entwickelten eine Generationentheorie, die die Alterskohorten nach ihrer sozialen Prägephase klassifiziert. Demnach unterliegen wir alle in unseren Kindheits- und Jugendjahren speziellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Ereignissen. Aus diesen Erlebnissen heraus entwickelt sich ein Generationenbewusstsein, das eine Alterskohorte vereint.

Die Generation X allein auf eine Generation Golf zu reduzieren, ist dabei ein rein deutsches Phänomen und greift zu kurz. Die Gen X ist vom Kalten Krieg, der Ölkrise, Tschernobil und Atomkraftdiskussion, dem Fall der Mauer geprägt und hat dabei zugesehen, wie das Ozonloch immer größer wurde und sich die Grünen Parteien formierten. Das hat sie dazu befähigt, auch Risiken einzugehen, wenn es gilt, selbst weiterkommen zu müssen.


Hier zu den Generationen-Eigenschaften nach Strauss &#038; Howe, die diesen einem Archetyp zuordnen (nachzulesen in meinem Buch &quot;Communications&quot;):

Babyboomer, Archetyp &quot;Prophet&quot; – Jg. 1943 - 1960; egozentrische Yuppies mit Mainstream-Karrieren, gegen jeglichen Konformismus gewandt, Kampf gegen Normen, Regeln und gesellschaftliche Einengung, sehr liberal bis libertär radikal, konkurrieren mit ihren Werten untereinander, sind im Wort stärker als mit ihren Handlungen. In den USA wird diese Generation auch &quot;Me-Generation&quot; genannt.

Generation X, Archetyp &quot;Nomade&quot; – Jg. 1961 - 1980; viele Scheidungskinder, wenig behütete Kindheit, erste Generation aus prekären Elternhäusern, entwickelten einen Überlebensinstinkt, vorsichtig bei Dates und Beziehungen, Egoismus und Oberflächlichkeit überwiegen, bevorzugen freiberufliches Arbeiten, häufig parteilos und politisches Desinteresse, Einreissen und Beseitigen von gesellschaftlichen Barrieren bei gleichzeitigem Zynismus.

Generation Y/Millennials, Archetyp &quot;Helden&quot; – Jg. 1981 - 2000; Neuformierung ohne zentralen Plan und ideologischem Anker, wuchsen wohlbehütet  auf und sollen die Visionen ihrer Eltern (Boomer) erfüllen helfen, laufen im permanenten Prüfungsmodus, sehr selbstbewusst bis selbstüberschätzt, ehrgeizig, geben sich teamfähig und sind es aber nicht, innere Tiefe und Spiritualität fehlt, Fokus auf persönliche Selbstverwirklichung. Die Kinder der Boomer werden in den USA auch &quot;Me-Me-Me-Generation&quot; genannt.

Generation Z, Archetyp &quot;Künstler&quot; – Jg. 2001 - 2015; Kinder der Helikoptereltern (Generation X), die sie vor allen möglichen Risiken schützen wollen, flexible Lebenseinstellung mit einem sozialen Gewissen, nicht an Kritik gewöhnt, lieben Freizeit, lernen sich anzupassen und konformistisch zu benehmen, sind nicht auf Kooperationen vorbereitet, illoyale und verwöhnte Individualisten, sucht nach Strukturen und sicherem Gehalt.

___________

Diese Archetypen wiederholen sich alle 70 bis 80 Jahre, so Strauss &#038; Howe und ihrer Generationentheorie. Auf die Künstler folgt immer eine Prophetengeneration, dann folgen die Nomaden und die Helden, die dann wieder von Künstlern abgelöst werden.

___________

Damit ist das Thema der Nomaden / Generation X nicht so einfach als Generation Golf zuzuordnen, sondern sollte tiefer betrachtet werden, im Kontext ihrer politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prägephase.

Auch ich bin eine Gen X und habe meinen beruflichen Einstieg alles andere als eine &quot;gemähte Wiese&quot; erlebt. Von Ende der 1980er bis Ende 1990er Jahre gab es nämlich bereits einen überreizten Arbeitsmarkt (auch für Lehrer:innen, Akademiker:innen, und selbst für gewerbliche und handwerkliche Berufe) und man konnte sich die Stellen nicht so einfach aussuchen. Auch damals war die Generation X mit ihrem &quot;Überlebenskampf&quot; bereits beschäftigt. Vielen meiner Generation ging es ähnlich. Sie jobbten in allen möglichen Projekten auf Werkvertragsbasis, wechselten die Branche oder gingen ins Ausland. Diejenigen, die mit Aufkommen des Internets (Anfang 1990) bereits digital wurden, machten sich diese Welt zwar zueigen und galten aber viele Jahre als Vorreiter, für die es wiederum nur wenige Jobs gab. Ich selbst arbeitete an der digitalen Kartenerstellung für Navigationssysteme in Autos mit (das war ein solcher vereinzelter Job und es gab damals in den 1990er Jahren nur zwei Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die diese Kartierungen vornahmen).

Wir Gen X arbeiteten im Hintergrund und errichteten die Basis für die moderne Welt von heute. Damit stimme ich überein, wenn es heißt, wir sind die Stillen, die Übersehenen. Diejenigen, die sich dann lautstark die digitale Welt zueigen machten, waren und sind halt noch immer die lauten und auffälligen Helden; die &quot;Me-Me-Me&#039;s&quot;. Nomaden ziehen derweil weiter, weil es nichts mehr zu holen gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Worte zur Gen-X. Da gibt es aber noch viel mehr. Diese Generation ist ein Roman eines kanadischen Autors gewidmet: Generation X, von Douglas Coupland. Der Spiegel wird am Buchcover zitiert mit: &#8222;Der Kanadier Douglas Coupland hat einen Schlüsselroman über junge Sozialabsteiger geschrieben&#8220;.</p>
<p>Die Generationentheorie hat zudem ihren Ursprung bei den US-amerikanischen Historikern und Anthropologen William Strauss und Neil Howe. Sie definierten den Begriff &#8222;Millennials&#8220; und entwickelten eine Generationentheorie, die die Alterskohorten nach ihrer sozialen Prägephase klassifiziert. Demnach unterliegen wir alle in unseren Kindheits- und Jugendjahren speziellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Ereignissen. Aus diesen Erlebnissen heraus entwickelt sich ein Generationenbewusstsein, das eine Alterskohorte vereint.</p>
<p>Die Generation X allein auf eine Generation Golf zu reduzieren, ist dabei ein rein deutsches Phänomen und greift zu kurz. Die Gen X ist vom Kalten Krieg, der Ölkrise, Tschernobil und Atomkraftdiskussion, dem Fall der Mauer geprägt und hat dabei zugesehen, wie das Ozonloch immer größer wurde und sich die Grünen Parteien formierten. Das hat sie dazu befähigt, auch Risiken einzugehen, wenn es gilt, selbst weiterkommen zu müssen.</p>
<p>Hier zu den Generationen-Eigenschaften nach Strauss &amp; Howe, die diesen einem Archetyp zuordnen (nachzulesen in meinem Buch &#8222;Communications&#8220;):</p>
<p>Babyboomer, Archetyp &#8222;Prophet&#8220; – Jg. 1943 &#8211; 1960; egozentrische Yuppies mit Mainstream-Karrieren, gegen jeglichen Konformismus gewandt, Kampf gegen Normen, Regeln und gesellschaftliche Einengung, sehr liberal bis libertär radikal, konkurrieren mit ihren Werten untereinander, sind im Wort stärker als mit ihren Handlungen. In den USA wird diese Generation auch &#8222;Me-Generation&#8220; genannt.</p>
<p>Generation X, Archetyp &#8222;Nomade&#8220; – Jg. 1961 &#8211; 1980; viele Scheidungskinder, wenig behütete Kindheit, erste Generation aus prekären Elternhäusern, entwickelten einen Überlebensinstinkt, vorsichtig bei Dates und Beziehungen, Egoismus und Oberflächlichkeit überwiegen, bevorzugen freiberufliches Arbeiten, häufig parteilos und politisches Desinteresse, Einreissen und Beseitigen von gesellschaftlichen Barrieren bei gleichzeitigem Zynismus.</p>
<p>Generation Y/Millennials, Archetyp &#8222;Helden&#8220; – Jg. 1981 &#8211; 2000; Neuformierung ohne zentralen Plan und ideologischem Anker, wuchsen wohlbehütet  auf und sollen die Visionen ihrer Eltern (Boomer) erfüllen helfen, laufen im permanenten Prüfungsmodus, sehr selbstbewusst bis selbstüberschätzt, ehrgeizig, geben sich teamfähig und sind es aber nicht, innere Tiefe und Spiritualität fehlt, Fokus auf persönliche Selbstverwirklichung. Die Kinder der Boomer werden in den USA auch &#8222;Me-Me-Me-Generation&#8220; genannt.</p>
<p>Generation Z, Archetyp &#8222;Künstler&#8220; – Jg. 2001 &#8211; 2015; Kinder der Helikoptereltern (Generation X), die sie vor allen möglichen Risiken schützen wollen, flexible Lebenseinstellung mit einem sozialen Gewissen, nicht an Kritik gewöhnt, lieben Freizeit, lernen sich anzupassen und konformistisch zu benehmen, sind nicht auf Kooperationen vorbereitet, illoyale und verwöhnte Individualisten, sucht nach Strukturen und sicherem Gehalt.</p>
<p>___________</p>
<p>Diese Archetypen wiederholen sich alle 70 bis 80 Jahre, so Strauss &amp; Howe und ihrer Generationentheorie. Auf die Künstler folgt immer eine Prophetengeneration, dann folgen die Nomaden und die Helden, die dann wieder von Künstlern abgelöst werden.</p>
<p>___________</p>
<p>Damit ist das Thema der Nomaden / Generation X nicht so einfach als Generation Golf zuzuordnen, sondern sollte tiefer betrachtet werden, im Kontext ihrer politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prägephase.</p>
<p>Auch ich bin eine Gen X und habe meinen beruflichen Einstieg alles andere als eine &#8222;gemähte Wiese&#8220; erlebt. Von Ende der 1980er bis Ende 1990er Jahre gab es nämlich bereits einen überreizten Arbeitsmarkt (auch für Lehrer:innen, Akademiker:innen, und selbst für gewerbliche und handwerkliche Berufe) und man konnte sich die Stellen nicht so einfach aussuchen. Auch damals war die Generation X mit ihrem &#8222;Überlebenskampf&#8220; bereits beschäftigt. Vielen meiner Generation ging es ähnlich. Sie jobbten in allen möglichen Projekten auf Werkvertragsbasis, wechselten die Branche oder gingen ins Ausland. Diejenigen, die mit Aufkommen des Internets (Anfang 1990) bereits digital wurden, machten sich diese Welt zwar zueigen und galten aber viele Jahre als Vorreiter, für die es wiederum nur wenige Jobs gab. Ich selbst arbeitete an der digitalen Kartenerstellung für Navigationssysteme in Autos mit (das war ein solcher vereinzelter Job und es gab damals in den 1990er Jahren nur zwei Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die diese Kartierungen vornahmen).</p>
<p>Wir Gen X arbeiteten im Hintergrund und errichteten die Basis für die moderne Welt von heute. Damit stimme ich überein, wenn es heißt, wir sind die Stillen, die Übersehenen. Diejenigen, die sich dann lautstark die digitale Welt zueigen machten, waren und sind halt noch immer die lauten und auffälligen Helden; die &#8222;Me-Me-Me&#8217;s&#8220;. Nomaden ziehen derweil weiter, weil es nichts mehr zu holen gibt.</p>
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		<title>
		Von: Andrea		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 12:27:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für deine ausführliche Antwort liebe Gabriele. Mein Vater gehört demnach zur Kriegsgeneration, sein Vater ist 1901 geboren, also noch einige Generationen vorher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für deine ausführliche Antwort liebe Gabriele. Mein Vater gehört demnach zur Kriegsgeneration, sein Vater ist 1901 geboren, also noch einige Generationen vorher.</p>
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